Noch während der Initialphase wurde das Stichwort durch die Leitstelle auf "FEU G" (Feuer, größer Standard) und direkt danach auf „FEU 2“ (Feuer, zwei Löschzüge) erhöht und somit die komplette Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg alarmiert.
Aufgrund des Kräfte- und Mittelbedarfs vor Ort wurde das Einsatzstichwort im weiteren Verlauf stufenweise auf "FEU 3" (Feuer, drei Löschzüge) und schließlich auf "FEU 4" (Feuer, vier Löschzüge) angepasst. Dies führte zur Alarmierung der Nachbarwehren aus Ellerau und Alveslohe.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand, sodass die Brandbekämpfung umfassend eingeleitet wurde. Ein Innenangriff wurde nicht vorgenommen. In der Spitze kamen fünf C-Strahlrohre zum Einsatz: Vier Rohre dienten der direkten Brandbekämpfung, während ein weiteres Rohr im Rahmen einer Riegelstellung eingesetzt wurde, um ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Gebäude erfolgreich zu verhindern. Die Wasserversorgung wurde hierbei über drei Unterflurhydranten, teils über lange Wegstrecken, sichergestellt.
Die Maßnahmen zeigten Erfolg, so dass das Feuer um 13:26 Uhr unter Kontrolle war.
Eine Herausforderung stellte die Nähe zur Bahnstrecke dar. Um die Sicherheit der Wasserversorgung an der Einsatzstelle zu gewährleisten und eine Schlauchleitung über den Bahnübergang verlegen zu können, musste der Zugverkehr der AKN auf der Linie A1 zwischen den Stationen Ulzburg Süd und Tanneneck für die Dauer des Einsatzes eingestellt werden.
Im hinteren Bereich des Gebäudes befand sich zudem ein Öltank, der durch das Feuer beaufschlagt wurde, sodass Öl auslief. Ein Fachberater Gefahrgut wurde umgehend nachalarmiert. In Abstimmung mit der ebenfalls informierten unteren Wasserbehörde wurde der Inhalt des Tanks in einen IBC-Container umgepumpt. Zur weiteren Aufnahme des ausgetretenen Öls wurde der Gerätewagen Gefahrgut (GWG) der Feuerwehr Kaltenkirchen nachgefordert.
Eine Einsatzkraft wurde beim Einsatz verletzt und wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.
Insgesamt waren ca. 90 Einsatzkräfte vor Ort eingebunden.
Seitens der Feuerwehr können keine Angaben zur Brandursache, Schadenshöhe, Personalien oder Verletzungen der Betroffenen gemacht werden.
Eingesetzte Kräfte
Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg
Freiwillige Feuerwehr Alveslohe
Freiwillige Feuerwehr Ellerau
Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen
Kreisfeuerwehrverband Segeberg: Fachberater Gefahrgut und Pressesprecher
Fachberater THW Norderstedt
Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein: ein Rettungswagen
Polizei Segeberg










