Nach ersten Informationen der Notrufteilnehmerin sollten eine Rauchentwicklung sowie Flammenschein in einer Werkstatt sichtbar sein.
Auf Anfahrt konnte bereits eine starke Rauchentwicklung wahrgenommen werden und die ersten Einsatzkräfte aus Nahe bestätigten die Einsatzlage beim Eintreffen am Einsatzort.
Umgehend nach dem Eintreffen erfolgte der Innenangriff unter schwerem Atemschutz von zwei Seiten jeweils mit einem handgeführten C-Strahlrohr: Vom rückwärtigen Bereich - die Werkstatt und die angrenzenden Büro- und Lagerräume und vom vorderen Bereich die Anmeldung der Werkstatt sowie benachbarte Wohnungen.
Parallel dazu wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um von außen aus dem Drehleiterkorb mittels Wärmebildkamera nach Glutnestern zu schauen.
Im Rahmen der Erkundung konnte festgestellt werden, dass drei angrenzende Wohneinheiten baulich von der Werkstatt getrennt sind, sodass hier keine Rauchentwicklung vorhanden war. Vorsorglich wurden jedoch zwei Katzen aus einer Wohnung gerettet. Alle Personen waren beim Eintreffen der Feuerwehr bereits aus dem Gebäudekomplex raus, allerdings gab es drei Personen, die rettungsdienstlich gesichtet werden mussten.
Aufgrund der Anzahl der verletzten Personen wurde das Einsatzstichwort auf „FEU R5“ (Feuer, Standard, Großeinsatz Rettungsdienst 3-5 Verletzte) erhöht und weitere Kräfte des Rettungsdienstes zum Einsatzort nachalarmiert. Zwei Personen wurden anschließend leichtverletzt in ein Krankenhaus transportiert.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde ein Bereich für die Grobdekontamination der Atemschutzgeräteträger eingerichtet, unter anderem wurde dazu ein Zelt aufgebaut.
Um 20:37 Uhr konnte „Feuer aus“ an die Regionalleitstelle gemeldet werden.
Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen und einer intensiven Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera konnten die Wohnungen an die Bewohner übergeben werden.
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte glücklicherweise ein größeres Schadensausmaß verhindert werden.
Insgesamt waren mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ca. 75 Einsatzkräfte vor Ort wovon 14 Atemschutzgeräteträger im Einsatz waren.
Zur Brandursache und Schadenhöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.
Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, welche vor Ort die Ermittlungen aufgenommen hat und den Werkstattbereich absperrte.
Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Nahe
Freiwillige Feuerwehr Itzstedt
Freiwillige Feuerwehr Kayhude
Freiwillige Feuerwehr Wakendorf II
Kreisfeuerwehrverband Segeberg: Pressesprecherin
Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein: Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Notarzt, zwei Rettungswagen
Rettungsdienst-Verbund Stormarn: Rettungswagen
Polizei Segeberg











