Eine weitere Anruferin bestätigte der Leitstelle, dass sich die Bewohnerin gemeinsam mit ihrem Hund in Sicherheit bringen konnte und sich keine Personen mehr im Gebäude befinden würden. Parallel zur Feuerwehr wurde auch die Polizei und der Rettungsdienst alarmiert. Die Besatzung des Rettungswagens stellte bei Eintreffen eine deutliche Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl fest. Daraufhin veranlasste der noch auf der Anfahrt befindliche stellvertretende Gemeindewehrführer Christian Götze eine Erhöhung des Einsatzstichworts auf „FEU G – Feuer, größer als Standard“.
Nach Eintreffen des Einsatzleiters Götze und Abschluss der Ersterkundung wurde das Stichwort aufgrund der starken Rauchentwicklung aus mehreren Fenstern und dem Dachstuhl, der engen Wohnbebauung sowie des Verdachts eines möglichen Vollbrandes auf „FEU 2 – Feuer 2 Löschzüge“ nochmals erhöht. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Stipsdorf alarmiert. Dank einer laufenden Ausbildungseinheit am Feuerwehrhaus konnten erste Einsatzkräfte besonders schnell ausrücken. Für den Altstadtbereich wurde aufgrund der Rauchentwicklung eine NINA-Warnung herausgegeben.
Ein zunächst eingeleiteter Innenangriff unter Atemschutz musste kurzfristig wegen der starken Hitze im Gebäude abgebrochen werden. Die Brandbekämpfung wurde daraufhin über ein handgeführtes Strahlrohr sowie die Drehleiter von außen fortgesetzt. Um weitere Atemschutzgeräteträger einsetzen zu können, erfolgte eine Nachalarmierung der Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt.
Während des Einsatzverlaufs wurden mehrere Glutnester abgelöscht, der Dachstuhl teilweise über die Drehleiter und Einstzkräften mittels Motorkettensägen geöffnet und großflächig kontrolliert. Bereits nach rund 45 Minuten konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Anschließend setzten Atemschutztrupps die Innenbrandbekämpfung fort und öffneten Teile des Fußbodens mittels Rettungssäge, um weitere Glutnester zu erreichen und kontrollieren zu können.
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine Ausdehnung des Feuers und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Der Energieversorger schaltete das Objekt stromlos. Gegen 21:30 Uhr wurde der Leitstelle schließlich „Feuer aus“ gemeldet. Auch Bürgermeister Toni Köppen verschaffte sich vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen.
Während des Einsatzes verletzten sich zwei Feuerwehrleute leicht. Eine Einsatzkraft musste mit einer Fußverletzung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Bewohnerin des Hauses wurde vom Rettungsdienst betreut, da eine Rauchgasintoxikation nicht ausgeschlossen werden konnte, ein Transport war allerdings nicht notwendig.
Zur Brandursache und zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung.
Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Stadt Bad Segeberg
Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt
Feuerwehr Stipsdorf
Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit Pressesprecher
Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH
Polizei Schleswig-Holstein
Bürgermeister Toni Köppen
Ordnungsamt
Energieversorger
DRK-Bereitschaft Bad Segeberg







