Pressemeldungen

Übung des Kreises Segeberg „SEBARG 2017“

30.09.2017 13:30

Der Rettungsdienst wurde auf die Probe gestellt

Großübung Sebarg 2017
Großübung Sebarg 2017

Der Kreis Segeberg führt die Übung ,,SEBARG 2017‘‘ in eigener Regie durch. Das Szenario wurde ausschließlich mit Kräften aus dem Kreis Segeberg abgearbeitet. Das Szenario wurde als Vollübung in der Schule am Burgfeld in Bad Segeberg durchgeführt. Der Landrat Jan-Peter Schröder führte eine größere Gruppe von Beobachtern aus Verwaltung, Politik, Polizei, Bundeswehr und Vertretern aus benachbarten Kreisfeuerwehrverbänden an, die durch KBM Holger Gebauer in die Übungslage eingewiesen wurde.

 


Übungsteile waren neben einem Massenanfall von Verletzten (MANV), die Technische Hilfeleistung und Rettung, eine ABC-Lage sowie die Dekontaminierung von Einsatzkräften, Rettung und Versorgung von betroffenen und Verletzten (Aufbau eines Behandlungsplatzes).

 

Auf die Alarmierung der Einsatz- und Hilfskräfte wurde grundsätzlich verzichtet (keine Alarmübung!). Die Kräfte standen zu Übungsbeginn im Bereitstellungsraum Parkplatz Möbel Kraft bereit. So sollte eine zeitintensive Anfahrt der Einsatzkräfte vermieden und das Übungsszenario kompakt abgearbeitet werden.

 


Im Rahmen eines Schulprojektes am Tage der offenen Tür kam es während eines Versuches in einem der Klassenräume der Schule am Burgfeld zu einer Chemischen-Reaktion mit anschließender Explosion. Es galt eine unbekannte Anzahl an Verletzten und verschütteten Personen zu beklagen. Die ersten Ausmaße waren nicht ersichtlich. Der nord-westliche Gebäudetrakt war aufgrund der Explosion weitestgehend nicht zu betreten. Aufgrund der Auswirkung der Explosion waren Teile des Gebäudes stark einsturzgefährdet bzw. zum Teil bereits eingestürzt. Einige Personen waren hinter Trümmerteilen eingeschlossen und z.T. verschüttet worden.

 


Schwerpunkt der Übung war das Abarbeiten einer Lage unter Katastrophenschutzführungsstruktur mit den entsprechenden Katastrophenschutzeinheiten. Schwerpunkte in dieser Übung waren insbesondere: Strukturierung (Ordnung) des Einsatzraumes, Lagebeurteilung und Lagebilddarstellung, Rettung und Versorgung von Betroffenen und Verletzten (Aufbau eines Behandlungsplatzes), Dekontaminierung von Einsatzkräften, Abarbeitung einer ABC-Lage, Durchführung der Brandbekämpfung, Krisenintervention und Betreuung für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte, Technische Hilfeleistung / Rettung, Kommunikation im Einsatz.


 

Mit der Übung wurden folgende Ziele verfolgt:

Training und Schulung der Übungsteilnehmer in taktischer, organisatorischer und technischer Hinsicht, Abarbeitung einer Schadenslage, Überprüfung der Führungsmittel und der Kommunikation, Überprüfung der Einsatzplanung AK Segeberg

 


An dem Szenario waren etwa 250 Einsatzkräfte beteiligt und 60 Personen stellten sich als Darsteller (Verletzte und Betroffene) zur Verfügung. Insgesamt waren ca. 400 Personen an der Durchführung der Übung beteiligt.

Neben der Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg und Klein Rönnau waren der ABC-Zug Segeberg, das Deutsches Rotes Kreuz (DRK), der Verein für Krankentransporte, Behinderten- und Altenhilfe (KBA), das Technische Hilfswerk (THW), die Polizei, ein Teil der Technischen Einsatzleitung (TEL) sowie Mitarbeiter der Kreisverwaltung und des AK Segeberg an dem Szenario beteiligt.

Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahmen Betreuungsgruppen aus dem Kreis Ostholstein.

 

Die Übung wurde von Vertretern aller Organisatoren begleitet und bewertet. In den nächsten Tagen werden alle Beteiligten in Gesprächen die Übung beurteilen und sich zu einer Nachbesprechung zusammenfinden.

 

Einsatzkräfte des ABC-ZugesKräfte des DRKIm BereitstellungsraumBeobachtergruppeAnfahrt Krankentransport


Text: Jens Lorenzen (Kreis Segeberg),; Fotos: Sönke Möller (KFV Segeberg)

  

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