Kreisfeuerwehrverband Segeberg - Folgemeldung - 10 Feuerwehrkameraden bei Löscharbeiten in Rohlstorf verletzt

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Folgemeldung - 10 Feuerwehrkameraden bei Löscharbeiten in Rohlstorf verletzt

22.08.2014 13:30

Gasbetriebenes Fahrzeug explodierte während des Löscheinsatzes

Reste des Unfallautos aus Rohlstorf
Reste des Unfallautos aus Rohlstorf

 

Die Freiweilligen Feuerwehren Rohlstorf und Krems II sind am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der K 56 zwischen Rohlstorf und Margaretenhof alarmiert worden. Der Fahrer des Kleinwagens war aus Margaretenhof in Richtung B 432 gefahren, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Als die Feuerwehrkräfte eintrafen, stand das Fahrzeug bereits in Flammen. Löscharbeiten wurden sofort eingeleitet. Leider konnte der Fahrer nicht mehr aus dem Fahrzeug befreit werden und verstarb an der Unfallstelle.

 

Sachverständige wurden zur Unfallaufnahme hinzugezogen und haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die bei dem Einsatz nicht verletzt worden sind, aber durch den Einsatz schwer mitgenommen sind, wurden direkt nach dem Einsatz von psychisch geschulten Kräften betreut.

 

Der Kreiswehrführer Rolf Gloyer, der ebenfalls vor Ort war, drückte den Kameraden und Kameradinnen sowie den Familien der Verletzten sein ganzes Mitgefühl aus und versprach weitere Unterstützung.

 

Von den zehn Feuerwehrkameraden konnte bislang nur ein Kamerad aus Rohlstorf aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ein weiterer wird das Krankenhaus in den nächsten 2 -3 Tagen verlassen können. Alle anderen konnten inzwischen von der Intensivstation auf die normale Station verlegt werden. Niemand schwebt in Lebensgefahr, sie müssen jedoch wegen Brandverletzungen im Gesicht und den Händen noch mehrere Wochen im Krankenhaus verbleiben. Für einen der schwerstverletzten steht heute die erste Hauttransplation im Gesicht und den Händen bevor. Ein vierköpfiges Team aus Führungskräften kümmert sich nun gemeinsam um die verbleibenden Kameradinnen und Kameraden sowie um die Angehörigen. Es werden Krankenhausbesuche organisiert und die "Restwehr" so gut wie möglich mit Gesprächen aufgefangen.

 

Die 80-Jahre-Feier, die für den 30.08. geplant war, wurde inzwischen abgesagt und zu einer kleinen internen Zusammenkunft umgewandelt. Für die nächsten Tagen plant die Kreiswehrführung ebenfalls Besuche in den verschiedenen Krankenhäusern.

 

 

Nachtrag vom 22.08.2014

 

Von den 10 bei der Explosion eines gasbetriebenen Autos in Rohlstorf verletzten Feuerwehrkameraden konnten mittlerweise 4 Kameraden aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bis auf einen Schwerverletzten sind alle anderen auf dem Weg der Besserung. In den letzten Tagen hat der Kreiswehrführer Rolf Gloyer alle Kameraden in den verschiedenen Krankenhäusern besucht und die besten Grüße aller Kameradinnen und Kameraden aus dem Kreisgebiet überbracht. Die Anteilnahme aus anderen Wehren ist nach wie vor groß.

 

Eine Woche nach dem Unglück fand bei der FF Rohlstorf in Quaal ein Pressetermin statt, da die örtliche Wehr ein Spendenkonto für die Familien der Verletzten eingerichtet hat. Mit diesen Geldern sollen Fahrten in die Krankenhäuser oder eine zeitliche Haushaltshilfe bezahlt werden können.

Die Kontonummer lautet 510 486 111, BLZ 230 510 30, 

Kontoinhaber: Feuerwehr Rohlstorf
IBAN: DE19230510300510486111,
Stichwort: Einsatz Rohlstorf 15.08.2014.

Ansprechpartner ist Marcus Döring unter 0178/3048452.

 

Text und Foto: Gabriele Turtun, Kreisfeuerwehrverband Segeberg

 

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