Pressemeldungen

Kreisfeuerwehrtag in Oering = erlebnisreiche Stunden nicht nur für Feuerwehrmitglieder

05.07.2010 00:03

Kritische Blicke, aber die Lage voll im Griff, Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner (Kreisfeuerwehrverband Segeberg) und Gemeindewehrführer Maik Grell (Freiwillige Feuerwehr Oering)
Kritische Blicke, aber die Lage voll im Griff, Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner (Kreisfeuerwehrverband Segeberg) und Gemeindewehrführer Maik Grell (Freiwillige Feuerwehr Oering)

Das Organisatorenteam des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg unter der Leitung des stellv. Kreiswehrführers Rolf Gloyer und der Freiwilligen Feuerwehr Oering unter der Leitung des Gemeindewehrführers Maik Grell hatten viele „brandheiße“ Ideen um den Zuschauer zu fesseln und den Kreisfeuerwehrtag zu einem kurzweiligen Ereignis für die zahlreichen Zuschauer werden zu lassen.

 

Aber nicht nur die Übungen und Präsentationen rund um das Feuerwehrwesen waren heiß, auch das Wetter zeigte sich von der besten Seite und so verlor mancher an den Vorführungen beteiligte Feuerwehrkamerad einige Liter Schweiß.


Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner und Landrätin Jutta Hartwieg bedankten sich im Rahmen ihrer Begrüßung bei allen die diese Veranstaltung in der Form möglich gemacht haben.


Die geladenen Gäste der Veranstaltung sowie auch die zahlreichen Besucher aus Oering und Umgebung konnten spannende Feuerwehrvorführungen betrachten. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tönningstedt veranschaulichten die Gefahren bei einem Fettbrand. Die eindrucksvollen Rettungsabläufe bei einem Verkehrsunfall eines PKW mit einem Wohnwagen präsentierten die aktiven Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Itzstedt und das richtige Vorgehen bei einem Wohnzimmerbrand wurde von den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Borstel gezeigt. Anschließend präsentierte der Feuerwehrnachwuchs der Jugendfeuerwehren Seth und Oering am gleichen Übungsobjekt einen sogenannten "Zangenangriff".


Höhepunkt der Feuerwehrvorführungen war schließlich ein Busunglück mit einem Massenanfall von Verletzten. Hier wurde unter anderem das effektive Zusammenwirken mit anderen Hilfeleistungsorganisationen (DRK und THW) demonstriert. 


Die Vorführungen wurden von einem bunten Rahmenprogramm für Familien umrahmt. Beim Dosenwerfen im Jugendfeuerwehrzelt galt es nicht nur Dosen zielsicher zum Einsturz zu bringen sondern danach auch Feuerwehrfachfragen richtig zu beantworten.


Besonderen Andrang konnte man beim Luftballonwettbewerb im Info-Zelt des Kreisfeuerwehrverbandes beobachten. Zeitweise war die Nachfrage so groß, dass die Akteure wunde Finger vom Luftballonknoten bekamen. Nach und nach verabschiedeten sich so über 100 mit Gas gefüllte Ballons vom Oeringer Festplatz in den blauen Sommerhimmel gefolgt von den Wünschen Ihrer Absender auf ein Auffinden und eine baldige Rücksendung der angehängten Postkarte, die dann das Ziel auf einen wertvollen Sachpreis z. B. der Familieneintrittskarte in den Hansa-Park Sierksdorf oder eine von vier Freikarten für die laufende Karl-May Vorstellung in Bad Segeberg ein wenig näherrücken lies. 


Das Organisatorenteam hatte dann auch noch schnell auf die Ereignisse der laufenden Fußballweltmeisterschaft reagiert und bot allen Interessierten im Anschluss an den Kreisfeuerwehrtag das Anschauen des aktuellen WM-Spektakels auf einer Großbildleinwand an.


Insgesamt ein wirklich runder Feuerwehrtag, der die wichtige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Segeberg wirkungsvoll präsentierte und bei allen Zuschauern sicherlich ein nachhaltiges und eindrucksvolles Bild hinterließ. Vielleicht für den ein oder anderen Zuschauer auch der Ansporn und eine Anregung sich hier ehrenamtlich zu engagieren.


Uwe Fischer

Kreisfachwart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

Kommentar:


Ein toller Feuerwehrtag geht zu Ende. Es hat Spaß gemacht dabei zu sein, Freude bereitet viele nette Gespräche mit Feuerwehrkameradinnen und -kameraden und den Zuschauern zu führen. Dennoch fiel mir in diesem Jahr etwas besonders auf:

 
Als ich am Veranstaltungstag über den Festplatz schaute, fehlte mir etwas:


Abgesehen von den in die Vorführungen und Übungen eingebundenen Kameradinnen und Kameraden sah ich im sonstigen Veranstaltungsumfeld nur wenige meiner uniformierten Mitstreiter aus den Feuerwehren des Kreises. 

 
Wo waren meine Kameradinnen und Kameraden, die doch alle Wert auf Kameradschaft, auf den Gemeinschaftssinn unseres Feuerwehrehrenamtes legen? 

 
Wo waren sie, die alle wissen, wie wichtig es heute ist sich zielgerichtet der Öffentlichkeit zu präsentieren um unter anderem zu zeigen, dass wir unsere Arbeit ehrenamtlich und nicht hauptberuflich erledigen? 
 

Wo waren sie, die die Bedeutung der Feuerwehren in den Kommunen hier hätten so eindrucksvoll präsentieren können?


Wo waren sie, die sonst mit vollem Herzen bei der Sache sind wenn es darum geht anderen zu helfen? 

 

Gründe für eine Abwesenheit gibt es sicher viele, sei es das schöne Wetter, sei es eine andere Veranstaltung am Wohnort, oder oder oder.


Hier gilt es aber Prioritäten zu setzen. Priorität für eine Leidenschaft der ich mich selber verschrieben habe, die es Wert ist mich für sie zu präsentieren, für sie präsent zu sein, vor allem dann wenn es gilt gemeinschaftliche Stärke und Kameradschaft zu zeigen und für ein wichtiges Projekt zu werben welches teilweise an Personalmangel und Überalterung leidet. 
 

Ich weiß, dass alle von Euch mit vollem Herzen dabei sind, wenn Mitmenschen unserer Hilfe bedürfen oder es gilt Sachwerte zu bewahren. Genauso wichtig ist es aber auch diese Begeisterung für eine Sache an unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger weiterzureichen, diese Begeisterung auch bei Ihnen zu entzünden. Ein solcher Tag bietet eine gute Gelegenheit hierfür.

 


Wir müssen uns nicht wundern, wenn die Existenz von Feuerwehren angesichts knapper kommunaler Mittel in die politische Diskussion gerät, wenn wir selber nicht bereit sind auch ein Opfer zu bringen. 
 

Wir müssen vorher etwas dafür tun und nicht erst dann wenn der Stein bereits in den Brunnen gefallen ist.

 
Ich hoffe, dass ich diese Eindrücke nie wieder nach einer Veranstaltung mit nach Hause nehmen muss.


Der Kreisfeuerwehrverband ist die Vereinigung aller Feuerwehren des Kreises auf Kreisebene und so sollten wir auch auftreten.

 

Wir alle sind der Kreisfeuerwehrverband, nicht der Kreiswehrführer, nicht der Vorstand des Verbandes und auch nicht meine Person. Bitte zeigt dies auch!


Es wäre nicht gut, wenn wir den Aufruf "Komm mach mit bei Deiner Feuerwehr, bei Deinem Feuerwehrverband" künftig auch an uns selber richten müssten.

 

In diesem Sinne - kameradschaftliche Grüße

Uwe Fischer

 

 

Zur Bildergalerie Teil 1

 

Zur Bildergalerie Teil 2

 

Zurück