Einsatzberichte des KFV

Eurocopter der Bundespolizei in Bimöhlen abgestürzt

01.03.2016 11:30

tödlicher Hubschrauberabsturz in Bimöhlen
Tödlicher Hubschrauberabsturz in Bimöhlen

Beim Absturz eines Hubschraubers vom Typ Eurocopter der Bundespolizei sind am letzten Donnerstag in Bimöhlen zwei Beamte getötet worden. Der Pilot konnte schwer verletzt aus dem Wrack gerettet werden.

 

Um kurz nach 20 Uhr gingen über 110 und 112 die ersten Notrufe über einen Hubschrauberabsturz in Bimöhlen ein. In Höhe des Ortseingangs an der Hasenmoorer Straße in Richtung B 206 war die Maschine auf einem Feld direkt neben der Straße abgestürzt.
Neben der Feuerwehr Bimöhlen mit dem Stichwort "Technische Hilfe Groß" wurden zwei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge zur Einsatzstelle alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte unter der Leitung von Gemeindewehrführer Dieter Wagner an der Einsatzstelle ankamen, waren zwei Beamte leider bereits verstorben. Da das Flugzeug glücklicherweise nicht brannte, konnte der Pilot zügig aus dem Wrack gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Wagner ließ die Wehren aus Großenaspe und Wiemersdorf sowie den Rüstwagen aus Bad Bramstedt nachalarmieren um die Einsatzstelle umfangreich auszuleuchten. Auch der Brandschutz wurde mit einem Rohr sichergestellt.

 

Neben diversen Kräften der Bundes- und Landespolizei sowie der Kripo machten sich auch Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig auf den Weg zur Einsatzstelle. Gegen 1.30 Uhr konnte dann nach einer ersten Sichtung der Ermittler die Bergung der zwei Personen mit HIlfe von Schere und Spreizer stattfinden. Gegen 11 Uhr vormittags konnte der Sprecher der BFU bereits verkünden, dass der Flugschreiber sichergestellt wurde und zur Auswertung in die Bundestelle verbracht wird. Ein Ergebnis der Untersuchung ist in ca 2 Monaten zu erwarten.
Für alle eingesetzten Einsatzkräfte war ein Kriseninterventionsteam zur psychosozialen Unterstützung vor Ort, um das Erlebte besser verarbeiten zu können.

 

Am Freitagvormittag hatte sich der Innenminister Dr. Thomas de Maziere an der Unfallstelle angekündigt. Die Kameraden unter der Leitung des Wehrführers Bimöhlen Dieter Wagner waren bereits wieder an der Einsatzstelle, nachdem sie erst morgens um 4 Uhr den Einsatz vorläufig beendet hatten. Minister de Maziere erkundigte sich bei den Kameraden nach ihren Eindrücken und Befinden und dankte ihnen in sehr persönlichen Worten. Seitens der Landesregierung war Staatssekretärin Frau Söller-Winkler mit dem Minister an die Einsatzstelle gekommen. Ein Interview ist unter www.rtntvnews.de zu hören.

 

Der Minister und die Staatssekretärin erkundigten sich bei dem Einsatzleiter vom Bundesgrenzschutz intensiv nach den eventuellen Ursachen des Absturzes und das weitere Vorgehen in Bezug auf die Bergung des Wracks.

 


Der Kreisfeuerwehrverband Segeberg trauert mit den Kollegen der Bundespolizei sowie den Angehörigen und Familien der beiden Opfer.

 

Text und Bilder: Dennis Oldenburg / Gabriele Turtun - Kreisfeuerwehrverband Segeberg

 Hubschrauberabsturz in BimöhlenHubschrauberabsturz in BimöhlenHubschrauberabsturz in BimöhlenUnfallstelle Sprecher der BFUBundesinnenminister de Maziere (Foto müti)



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