Einsatzberichte des KFV

Gefahrguterkundung des Amtes Trave-Land probte den Ernstfall

21.05.2015 18:00

Übung in Groß Rönnau
Übung in Groß Rönnau

Am 12.Mai wurden die Feuerwehren Groß Rönnau, sowie die Amtseinheiten der Gefahrguterkundung und der Führungsgruppe 15/11 nach Groß Rönnau alarmiert.

Ein LKW unter PKW waren auf der Kreuzung Dorfstraße / Segeberger Straße in zusammengestoßen. Der PKW wurde ca. 50 m vom LKW mit geschliffen und fing dann Feuer. Der LKW blieb einige Meter später an einem Carport stehen.

Im PKW befanden sich zum diesen Zeitpunkt 2 Personen, eine Person lief orientierungslos auf der Straße herum. Zivilisten boten bereits Erste – Hilfe an.

Die Gruppenführerin der FF Groß Rönnau Anja Schwettscher ließ sofort einen Trupp mit Atemschutz ausrüsten. Dieser begann dann sofort mit der Betreuung der drei Verletzten. Zudem wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und ein Gully wurde provisorisch mit Plastiktüten und Sand verschlossen.

Im weiteren Verlauf wurde durch den Einsatzleiter Olaf Schrumm die FF Hamdorf zur Unterstützung gerufen.

 

4 Atemschutzgeräteträger wurden zur Erkundung der Lage am LKW und der Ausbreitung  eingesetzt. Dazu wurden die Kameraden von der Gefahrguterkundung mit Einmalanzügen und Gummihandschuhen ausgerüstet.

 

Die  Einsatzstelle wurde durch die Gefahrguterkundung an mehreren Bereichen gesichert. Es wurde ein innerer Absperrbereich sowie einen Gefahrenbereich abgesperrt. Insgesamt wurden 7 Personen erfasst und auf Kontamination geprüft. Parallel  erfolgte eine Beratung  der Einsatzleitung über weitere Vorgehensweisen und Empfehlungen zu Bereitstellungsräumen und zu Nachforderungsaufträgen.

 

Bei der Erkundung der Einsatzstelle wurde auf Einsatzkräfte aus Groß Rönnau und Hamdorf zurückgegriffen. Die Erkundung ergab eine auslaufende Ammoniaklösung (ca. 200 Ltr.) aus einem IBC Container, einen aufgerissenen Karton mit einem Granulat und mehrere unbeschädigte Kartons. Ein weiterer Trupp wurde eingesetzt um die Abwasserleitung und das Regenrückhaltebecken zu prüfen. An dem Regenrückhaltebecken wurde jeweils Verfärbung im Wasser festgestellt.

 

Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte aufgeteilt:

Dekon

Erkundung 1 ( LKW )

Erkundung 2 ( Abwasser und Rückhaltebecken)

 

Die Führungsgruppe teilte den Einsatzstellenfunk auf mehrere Funkkanäle auf und übernahm den Einsatzabschnitt Atemschutzloigistik. Es wurden außerdem Sicherheitsdatenblätter für die festgestellten Stoffe bereitgestellt. Auch wurden Bereitstellungsräume ermittelt  und der Einsatzverlauf dokumentiert.

 

Zusätzlich wurden folgende Einsatzkräfte nachalarmiert:

(Keine reale Alarmierung durchgeführt!)

 

- Rettungsdienst ( 4 RTW + 1 NEF + Org. Leiter)

- FF Bad Segeberg ( Gefahrguteinsatzzug)

- ABC-Zug Segeberg (Fachberatung)

- WZV Entsorger

- Umweltamt Kreis Segeberg

- Bürgermeisterin Groß Rönnau

 

Ein Dank ging an die Helfer der Übung:

- Firma Plath

- Autohaus Meins

- Schrottplatz Rehn

 

Text: Kai Jansen - Bilder: Markus Wulf  

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