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Trotz Handyverbot positive Erfahrung gesammelt

29.07.2016 09:30

Nudelgerichte sind der Renner im Zeltlager in Büsum

JF Börnhöved in Büsum
JF Börnhöved in Büsum

16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bornhöved sind das Wagnis eingegangen: Acht Tage verbringen die Jugendlichen auf einem Campingplatz in Büsum . Ohne Smartphone und Kontakte über soziale Netzwerke zu Freunden und Bekannten. „Es ist einfach toll hier. Und ohne mein Smartphone habe ich ganz neue positive Erfahrungen sammeln können,“ sagt Mia Kohlhase. „Es entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl, da wir viel mehr miteinander reden“. Die 13-jährige sagt von sich, sie sei zu Hause ständig online, vermisse momentan ihr Handy überhaupt nicht.

 

Büsum, das Wattenmeer, den Strand an der Nordseeküste und ein gemeinsames Leben auf engsten Raum , in mehreren Großzelten auf dem  Platz „Camping Nordsee“, erleben die neun Jungen und sieben Mädchen. Nicole Töbelmann (32), als verantwortliche Jugendfeuerwehrwartin, hat mit weiteren fünf Betreuern, vom 23. bis 30. Juli, für jeden Tag ein attraktives Programm ausgearbeitet. Beispielsweise wurde der Feuerwehr Büsum ein Besuch abgestattet. Muscheln mussten gesammelt werden, um daraus ein Bild zu erstellen oder zahlreiche Insektenhotels wurden gebastelt und an mehreren Stellen auf dem Platz angebracht. Bei unterschiedlichen Wettbewerben, wie Kajak fahren oder Stehpaddeln, galt es, sich zu beweisen. Bunt und lustig wurde es am „Piratentag“, an dem sich die Jugendlichen und auch die Betreuer, als Piraten verkleideten und schminkten. Nadja Hannemann (33) hatte zusätzlich Aufgaben zum Lösen vorgegeben, die mit dem Finden der Schatztruhe (gefüllt mit Naschis) endeten.

 

Für die Verpflegung ist „Koch“ Olaf Roggensack (48) zuständig. Der Einzelhandelskaufmann hat wie alle weiteren Betreuer, Urlaub für diese Tage genommen. Sein Küchenreich ist komplett ausgestattet. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit durch eingetelte Arbeitsgruppen. „Nudelgerichte in allen Variationen, sind der Renner bei den Jugendlichen“, sagt Roggensack. „Sie haben einen gesunden Appetit. Für ein Frikadellengericht benögt er rund sechs Kiligramm Hackfleisch, zehn Kilogramm Kartoffeln und fünf Liter Milch für die Bechamel Sauce. 

 

Das lustige Treiben der Jugendlichen bleibt  nicht ohne Folgen. „Noch nie hatten wir derartig zahlreiche, zum Glück nur leichte Verletzungen“, sagte Chefin Töbelmann. Eine Schnittwunde musste vom Arzt genäht werden. In den übrigen Fällen handelte es sich um Prellungen oder Hautabschürfungen.

 

Alles Schöne hat mal ein Ende: Und so steht am kommenden Sonnabend (30.07.) der LKW des Bornhöveder Fuhrunternehmers und Feuerwehrmannes, Wolfgang Tietgen, wieder auf dem Campingplatz, um die Zelte und Zubehör zu verladen und nach Bornhöved zu transportieren. Nach dem Entladen und Reinigen der Gerätschaften und einlagern im Feuerwehrhaus, beginnen die „richtigen“ Ferien der Jugendfeuerwehr Bornhöved.

Der erste Gruppendienst nach den Sommerferien ist am Freitag, 9. September 2016, 19 Uhr.

 

 

Foto:  Nicole Töbelmann (2.v.li), mit Betreuern und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Bornhöved, beim Piratentag im Rahmen des Sommerzeltlagers auf dem Campingplatz in Büsum.

 

 

 

Text/Foto: Werner Stöwer 

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