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„Raus aus der Schublade!“

15.11.2016 13:30

Jugendfeuerwehr Itzstedt gewinnt MMFV-Umweltwettbewerb

JF Itzstedt gewinnt den Wettbewerb!
JF Itzstedt gewinnt den Wettbewerb!

Dass in Schubladen Gefahr- und Rohstoffe zugleich lagern, ist kein Gerücht. Die sechs Jugendfeuerwehren, die beim großen Umweltwettbewerb vom Martin-Meiners-Förderverein mitgemacht haben, erbrachten den Beweis. Was sie an Haushaltsbatterien und Handys von Mai bis September zu Tage förderten, kann sich sehen lassen: 4.295 Kilogramm Haushaltsbatterien und 1.504 Handys, so die stolze Gesamtbilanz ihrer Sammlungen.


Zum Umweltwettbewerb für Jugendfeuerwehren hatte der Martin-Meiners-Förderverein (MMFV) im Februar alle Jugendfeuerwehren im Kreis Bad Segeberg eingeladen. Unter dem Motto „Raus aus der Schublade!“ sollten Haushaltsbatterien und Handys, gesammelt werden, denn beide sind, falsch aufbewahrt, eine Gefahr für die Umwelt und richtig recycelt, eine Rohstoffquelle. Zusätzlich mussten die Jugendlichen ein Konzept erstellen, ihre Sammelaktionen bewerben, über den Sinn der Sammlung aufklären, sammeln und letztlich eine Dokumentation abgeben.


Die sechs Teilnehmer am Umweltwettbewerb haben viel investiert: von harten Auseinandersetzungen bei der Planung, kreativen Ideen für die Werbung und zahlreiche Sammeltouren. Für die Jury aus Vertretern der Kreisfeuerwehr und dem MMFV war es keine leichte Aufgabe zu ermittelt, wer vorne liegt.


Auf Platz eins ist die Jugendfeuerwehr Itzstedt. Mit 1.220 kg Batterien und 447 Handys erzielten sie nicht nur das beste Sammelergebnis, sondern überzeugte mit vielseitigen Aktionen. Eigene Sammelboxen wurden gebastelt und in Lebensmittelläden aufgestellt. Gemeinsam liefen sie von Haus zu Haus und baten um leere Batterien und alte Handys. Es kam aber auch auf jeden Einzelnen an: jeder warb in seiner Familie und seinem Freundeskreis für die Aktion.


Platz zwei belegt die Jugendfeuerwehr Bad-Bramstedt-Land. Sie überzeugte die Jury mit einer ausführlichen Dokumentation. Die Jugendlichen haben sich ausführlich mit den Umweltgefahren von Handys und Batterien auseinander gesetzt. Aufgeklärt haben sie darüber, was passiert, wenn ausgediente Batterien und Handys falsch aufbewahrt werden und wie man sie richtig lagert und recycelt.


Den dritten Platz sicherten sich die Jugendlichen aus Hartenholm, die sich ebenfalls mit dem Recycling von Batterien auseinandersetzten und sowohl ihr Vorgehen als auch ihre Treffen durchgehend festhielten. Sie hatten zudem das drittbeste Sammelergebnis. Den vierten Platz holten die Groß Niendorfer. Sie hatten sich das Ziel gesetzt, die Menschen im Dorf über die richtige Entsorgung aufzuklären. Ihre gesammelte Batteriemenge war die zweithöchste; mit der Handysammlung waren sie nicht so erfolgreich. Die Großenasper begeisterten die Jury mit ihrer Tauschaktion „ alkoholfreier Cocktail gegen Handy“ beim Feuerwehrfest. Die Stuvenborner dokumentierten ihre Aktionen mit einem Film.


Kreisjugendfeuerwehrwart Sebastian Sahling zeigte sich beindruckt von der Leitung der Jugendlichen. "Ich hätte nie gedacht, dass insbesondere so viele Handys in den Schubladen zu finden sind und dass die Jugendfeuerwehren diese in einer Sammlung von den Eigentümern bekommen. Sechs Jugendfeuerwehren haben sich diesem Projekt angenommen. Jugendfeuerwehr steht eben nicht nur für Nachwuchsarbeit, sondern auch für andere Themen, insbesondere Umweltschutz. Ich danke dem MMF/WZV, dass er dieses Umweltprojekt für die Jugendfeuerwehren des Kreises Segeberg angeboten hat."

  

 

Aktionen 1 Aktionen 2Aktionen 3Aktioen 42. Platz JF Bad Bramstedt-Land3. Platz JF Hartenholm4. Platz Jf Groß Niendorf5. Platz JF Großenaspe6. Platz JF Stuvenborn

 

 

Text: Pressestelle WZV; Fotos: Kramer, WZV und Turtun, KFV Segeberg 

 

Der Martin-Meiners-Förderverein für Jugend- und Umweltprojekte e.V. engagiert sich seit zehn Jahren für Projektarbeiten, Vortrags- und Seminarveranstaltungen, sowie Führungen zu umweltrelevanten Themen, um Kinder und Jugendliche in ihrem eigenverantwortlichen und umweltbewussten Handeln zu fördern. Der Verein ist an Netzwerken mit anderen Institutionen aus Umweltschutz und Umweltbildung beteiligt und fördert sie.

 Projekte, wie Pflanzwettbewerbe, Nistkasten-Aktionen und Papierschöpfen sind fester Bestandteil der Arbeit für Schulen. Das Projekt „Dem Abfall auf der Spur“ bringt Kinder mit Unterstützung der Stiftung Sparkasse, die den Bustransfer finanziert, auf die Recyclinghöfe des WZV. Dort erleben Kinder altersgerecht die Welt des Abfalls.

Der Verein ist seit 2008 Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr in Schleswig-Holstein. Die FÖJ-ler sind an allen Projekten aktiv beteiligt. Sie leiten und koordinieren sie. Aktuell hat der Verein ein Sammelsystem für „Deckel gegen Polio“ auf den WZV-Recyclinghöfen eingerichtet. Mit Naturschutzinitiativen aus dem Kreis Segeberg hat der Verein ein Erlebnis-und Lernprogramm aufgestellt, das aktuell am LernOrt Forscherhütte auf der renaturierten Deponie anläuft.

Der WZV gründete den gemeinnützigen Verein 2005 in Gedenken an Martin Meiners, der 17 Jahre lang Vorsitzender der WZV-Verbandsversammlung war.

  


  

Anbei die Ausarbeitung der Jugendfeuerwehr Itzstedt zum Nachlesen:


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