Kreisfeuerwehrverband Segeberg - Zeitgleich zwei Flächenbrände in Damsdorf

Einsatzberichte des KFV

Zeitgleich zwei Flächenbrände in Damsdorf

24.07.2010 10:41

Eine schweißtreibende Arbeit war das entfernen der Glutnester aus der Strohpresse.
Eine schweißtreibende Arbeit war das entfernen der Glutnester aus der Strohpresse.

Zeitgleich zwei Flächenbrände in Damsdorf

 

Ein Funke genügte – Strohpresse für 100000 verbrannt   

 

21.07.2010 60 Feuerwehrleute löschten Flächenbrand - Landwirt half mit Wasserwagen         

 

Damsdorf – Zeitgleich zwei Flächenbrände mussten die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren der  Amtswehr Bornhöved, am Mittwoch (21.07.) gegen 16 Uhr, in der Gemeinde Damsdorf (Kreis Segeberg) löschen.   Die erste Einsatzmeldung der Leitstelle in Norderstedt lautete „Flächenbrand Getreidefeld in Damsdorf.“ Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro durch Totalverlust einer Strohpresse. Zusätzlich verbrannte gedroschenes Gerstenstroh auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar, sagte ein Damsdorfer Feuerwehrmann. Menschen wurden nicht verletzt.  „Auf der Anfahrt zum Einsatzort entdeckten die Einsatzkräfte den weiteren, kleineren Flächenbrand am Kieswerk Andresen“, sagte Bernd Petersdorf, stellvertretender Wehrführer in Bornhöved.  Beim Strohpressen kam es vermutlich durch ein heiß gelaufenes Lager oder Steinschlag zur Funkenbildung. Dem Traktorfahrer gelang es noch rechtzeitig, die brennende Strohpresse vom Gefährt abzukoppeln.   „Glücklicherweise standen um diese Uhrzeit ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung. Und ohne die Tanklöschfahrzeuge der Wehren wäre der Sachschaden weitaus größer“, sagte Marco Dorwo, Wehrführer der Feuerwehr Trappenkamp. „Eine große Hilfe bei den Löscharbeiten war auch der mit  mehreren Tausend Litern gefüllte Tankwagen, den ein Landwirt mit seinem Traktor aufs Feld gefahren hatte“, so Dorwo.   In das Einsatzgeschehen eingebunden waren 70 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Damsdorf, Tensfeld, Tarbek, Bornhöved, Trappenkamp und Schmalensee.  Die Feuerwehren im Land weisen seit Wochen auf die erhöhte Gefahr von Gras- und Flächenbränden hin. Mittlerweile hat es hunderte Flächenbrände landesweit gegeben. Dabei wurden mehrere Tausend Hektar Wald-, Gras- und Moorflächen durch die Flammen vernichtet.   Mit Beginn der Erntesaison kommt es auch immer wieder zu Bränden an Erntemaschinen. Bisher sind in Schleswig-Holstein mindestens 25 Erntemaschinen durch Feuer zerstört worden. Der landesweit erste gemeldete Brand einer Erntemaschine wurde Anfang Juli aus Strenglin gemeldet.  Auch die vom Wetterdienst für die kommenden Tage angekündigten Niederschläge lassen keine großartige Entspannung der Lage erwarten.    Landwirte und Unternehmen werden weiterhin gebeten, vorhandene Wasser- und Güllewagen vorsichtshalber mit Löschwasser zu füllen und für eventuelle Einsätze der Feuerwehren bereit zu halten. In den vergangenen Jahren war diese Vorsichtsmaßnahme eine wertvolle Unterstützung für die Wehren.    

 

Foto: wst  Text/Foto:  Werner Stöwer,

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