Einsatzberichte des KFV

Fünf Hektar Feld durch Feuer zerstört

21.07.2010 10:07

Ein brennender Strohanhänger
Auch 2 Strohanhäger fielen dem Feuer zum Opfer

(shp) Nahe - Eine dicke Rauchsäule stand am Dienstagabend über Nahe. Zirka fünf Hektar einer frisch geernteten Koppel brannten ab. Auch zwei Anhänger wurden durch die Flammen zerstört. Landwirt Marek Meyer war am Abend mit den letzen Arbeiten auf seinem Feld beschäftigt. Er wollte gerade das Stroh pressen. Dabei lief die Strohpresse heiß.

„Die Strohballen entzündeten sich“ erklärt der 26-jährige Landwirt. Das Feuer griff sofort auf die Anhänger und auf das Feld über. Die Feuerwehren aus Nahe und Umgebung rückten mit einem Großaufgebot an Feuerwehrkräften an. Da in der näheren Umgebung keine Wasserstelle vorhanden war, wurden Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeuge nachgefordert. Zusätzlich wurde die Feuerwehr durch Landwirte unterstützt.

 

 

Mit mehreren mit Wasser gefüllten Güllewagen wurde Löschwasser an die Einsatzstelle gefahren. Andere Landwirte dämmten das Feuer ein indem sie Schneisen um das Feuer pflügten und somit ein Ausbreiten verhinderten. „Unsere erste Aufgabe war es die Ausbreitung der Flammen zu verhindern“ erklärte Einsatzleiter Jan Sonnenschein. Die Feuerwehr konnte das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Mit Strahlrohre wurden die letzten Glutnester abgelöscht. Insgesamt waren sechs Feuerwehren mehrere Stunden im Einsatz.


Durch die milden Temperaturen der vergangenen Tage und bei weiter anhaltender Trockenheit steigt die Gefahr von Flächen- und Waldbränden, warnt der  Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein. Mittlerweile ist es zu rund 30 Flächenbränden im Land gekommen. Auch erste brennende Erntemaschinen wurden gemeldet. Im Sachsenwald (Aumühle) musste ein Brand auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern von über 100 Einsatzkräften aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn bekämpft werden. 


„Ausgetrocknetes Gras und Gestrüpp vom Vorjahr überlagert noch vielfach die frisch sprießende Vegetation“, sagt Landsbrandmeister Detlef Radtke. „Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit können in diesem Stadium sehr schnell zu Brand- und Umweltschäden führen“, warnt Radtke. In weiten Teilen des Landes ist dem Deutschen Wetterdienst zufolge inzwischen die höchste Warnstufe erreicht.

 

 

 

Text und Bilder: Arne Mundt www.sh-presseservice.de

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